Tocotronic
5. November 2008 | Von admin | Kategorie: > Interpreten vorgestellt, DeutschrockDie Band Tocotronic wurde Ende 1993 von den Hamburger Punkmusikern Jan Müller, Arne Zank und Dirk von Lowtzow gegründet und starteten damit Ihren Siegeszug durch die deutsche Musiklandschaft. Die ersten Konzerte der Gruppe wurden von Hamburg gefeiert wie lang keine Auftritte mehr. Dabei spielte das individuelle Äußere der Band eine große Rolle, aber auch die Höflichkeit in den Ansagen.
Über Jochen Distelmeyer von der Band Blumfeld kommt die Band in Kontakt mit dem Label L’Age D’Or. Die Single „Ich möchte Teil einer Jugendbewegung Sein“ wird als erstes vertrieben.
Zwei Jahre nach der Gründung, 1995, erscheint das Debüt-Album der Band mit den Namen „Digital ist Besser“. Es wird heute als Meilenstein in der deutschsprachigen Indie-Pop-Geschichte angesehen. Die Presse feiert Tocotronic als Anführer einer neuen Generation und auch diese Generation nimmt die Band als solchen wahr. Die Tickets für die folge zweiwöchige Clubtour sind schnell ausverkauft und machen die Band über Hamburg hinaus bekannt.
Ein weiterer Beleg für den Erfolg der Band ist der Einsteig der Band in deutschen Charts mit dem dritten Album „Wir Kommen Um Uns Zu Beschweren“ im Frühjahr 1996. Wichtig für den kommerziellen Erfolg ist der Zusammenschluss mit den Majorlabel „Motor“. Die Platte zeigt noch mehr Melancholie und Selbstreflektion als Ihre Vorgänger. Die folgenden Konzerte finden nun nicht mehr in Clubs, sondern in größeren Hallen statt.
Den gewonnen „Comet“ des Musiksenders Viva lehnt Tocotronic höflich ab.
Im Juli 1999 veröffentlich die Band Ihr fünftes Album und bricht damit mit vielen Gewohnheiten. Es wird auf Midtempo gesetzt und auch die klassische Struktur der Lieder ist nicht mehr vorhanden. Im Zuge dieser Entwicklung ändert sich auch das Erscheinungsbild der Band, von T-Shirts zu Hemden und Lederjacken.
In der Zeit der MP3 Downloads bewegt sicht die Band immer weiter weg vom Rock hin zum Pop und verlieren damit einige der alten Fans.
Allerdings kehrt sowohl das beliebt lyrische „Ich“ und die bekannte Musik auf dem siebten Album zurück. Es wird wieder Wut zum Ausdruck gebracht.
